Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Banales
RUTSCH und frohes neues Jahr. Wir sehen uns, wenn wir dort angekommen sind. Frisch und erholt, hoffentlich
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Um alles Erlebte der letzten Tage wenigstens kurz zu erwähnen hole ich etwas weiter aus: am zweiten Weihnachtstag machte ich mich auf dem Weg zu Nils, der mich zu einer LAN-Party eingeladen hatte. Fotos kann man sich hier anschauen. Leider war für mich nicht soviel los, da die Hälfte der angetretenen Leute ein eingeschworener Counterstrike-Clan war, die lieber mit sich und anderen über das Internet Clanwars ausgetragen haben.
Wer schon einmal eine LAN besucht hat, weiß, dass die Uhren dort anders gehen. Ähnlich wie beim Zwillingsparadoxon – bei dem ein Zwilling, der mit Lichtgeschwindigkeit um die Sonne fliegt, im Gegensatz zu seinem Gegenstück auf der Erde, kaum altert – vergeht auf solchen Veranstaltungen keine Zeit und ehe man es sich versieht ist es 7 Uhr morgens und zwei Tage später.
Aus diesem Grund habe ich gestern bis 17 Uhr geschlafen und war natürlich auch gegen Mitternacht noch voller Tatendrang. Zusammen mit David – voll ausgerüstet mit Foto- und Videokamera – habe ich mich auf dem Weg gemacht, Hamburg bei Nacht neu zu entdecken. Gelandet sind wir natürlich auf dem Kiez.
Erste erschreckende Erfahrung: nur alte Leute da – also in meinem Alter und wahrscheinlich Studenten )
Wir haben zwei Typen kennen gelernt mit denen das Gespräch sehr schnell auf PHP, Jobangebot ihrerseits an uns und deren Geschäftsidee kam. Das schwang dann schnell um auf die Arbeitsmarktsituation, Selbstständigkeit und das Universum im Allgemeinen. Im Grunde genommen versuche ich immer Vorurteilsfrei auf Menschen zuzugehen. Das kann sich seit Jetzt ändern. Soweit ich sie verstanden habe die Geschichte der Beiden: sie hatten vor einigen Jahren eine Geschäftsidee – sie haben sie einmal genannt, klang wie SAP Business Management Hier-Coole-Wörter-Einfügen – von der sie überzeugt sind, dass sie den Markt überrennen wird. Jetzt fast drei (der Andere behauptet fünf) Jahre später, haben sie noch nichts bewegt. Nur Geld investiert, an Arbeitnehmer verschwendet und stehen selber mit Null Cent da. Dementsprechend ihre Sensibilität gegenüber Arbeitnehmereinstellung, Arbeitsmotivation und Engagement für die Firma.
Nun handelt es sich hier um einen klaren Fall von Blindheit gegenüber eigenen Handlungen. Oftmals erkennen Außenstehende ohne Mühe, was schief läuft, man selber ist auch bei genauerem Hinsehen nur schwer in der Lage Missstände zu erkennen. In diesem Fall ein besonders schwerer Fall: offenbar hat sich der Eine versucht mit einer Idee selbstständig zu machen und beherrscht selber nicht das Handwerkszeug um sie umzusetzen. Ergo benötigt er Arbeitskräfte dafür. Sieht aber nicht, dass er von ihnen abhängig ist. Er denkt er sei so toll, dass er Arbeitsplätze stellt, dass Arbeitnehmer ihm all ihre verfügbare Zeit schenken sollen.
Er sah nicht ein, dass er nicht erwarten kann, dass ein Arbeitnehmer dies einfach tut. Denn man opfert nicht seine Zeit ohne Gegenleistung. In meinem Nebenfach Psychologie habe ich gelernt: entweder der Arbeitnehmer arbeitet, weil er in der Arbeit seine persönliche Erfüllung findet – Idealfall für Arbeitgeber, aber sehr selten – oder er erwartet Gegenleistung: Geld, Urlaub, sonstiger Vergünstigungen oder Urlaub. Ich habe versucht ihm diese Erkenntnis nahe zu bringen, mit dem Ergebnis plötzlich einem beleidigten Gesprächspartner gegenüber zu stehen, der mich beleidigt, den ich erst zehn Minuten kenne.
Ich kann es verstehen, dass er nur das Geld sieht, dass er Jahrelang investiert hat und bis jetzt Null gewonnen hat. Aber Sätze wie:
Ich weiß nicht, warum ich in einem Land mein Geld investiere, wo Leute mit deiner Einstellung leben. Ich weiß nicht warum ich noch nicht ausgewandert bin. Wenn das alle machen, die so sind wie ich, dann leben hier alle in drei Jahren unter der Brücke. Ich wünsche dir dann, dass du unter einer Brücke lebst.
(Damit meinte er wohl, dass ich mit meiner Einstellung dort hin gehöre),
In zehn Jahren können wir uns gerne wieder treffen und vergleichen, wer die meiste Kohle gemacht hat!
offenbaren seine Gesinnung. Kann er sich nicht vorstellen, dass man noch andere Ziele im Leben haben kann, außer Geld und reich sein. Gerade jetzt, hat er nicht aus den Weihnachtsfilmen gelernt? Dass Familie, Liebe und Glück wichtiger sind als der schnöde Mammon. Haben David und ich den Scrooge getroffen?
Das allerschlimmste ist aber, dass er die Schuld für sein Scheitern den Studenten gibt, die er angestellt hat. Die hätten ihn ausgenommen und ihn ruiniert. Meiner Erfahrung nach ging das nur, weil er keine Ahnung von Materie und Realisierung seiner Geschäftsidee hat. Die Zeiten sind vorbei, in denen ein BWLer eine tolle Idee hat, Kohle investiert, Arbeiter ausbeutet und auch noch reich wird. Handarbeit ist gefragt – oder: Schuster bleib bei deinen Leisten. Leider habe ich es versäumt ihm die Frage zu stellen, ob er den für seine Idee so viel arbeitete, wie er es von seinen Mitarbeitern erwartet. Die Antwort kann ich mir aber denken, denn immer wenn es auf des Pudels Kern kam, wurde vortrefflich abgelenkt. Mit den Worten von :
Und schon setzt er die Trompete an wie Gonzo:
Und dann sollt’ ich ‘s ihm erklären
und ich so: Gern!
Ich sabbelte ihn dicht,
er dachte, ich komm’ vom anderen Stern.
Und dann wollt’ ich mich entfernen,
doch er machte heiter weiter
und fragte ob ich Zeit hab’.
Obwohl ich’s gar nicht wollte, sagte ich: Freitag!
Toll, lass’ uns in die Sushibar!
Ich sagte zu dem Luschi: Klar!
Doch ich war nicht gerad’ begeistert.
Als sein Freund in den Kreis trat,
mich vollblaht und voll auf nice tat,
wusst’ ich gleich,
das wird ‘n Scheisstag,
weil ich kein’ Reis mag.Eines habe ich gelernt: sollte ich mich mal Selbstständig machen wollen, dann nur mit einer Idee, die ich selber verwirklichen kann. Und wenn es läuft und größer wird, langsam wachsen. Oder klein bleiben, wenn ich davon leben kann. Und sollte ich mal so eine verquirlte Scheiße sabbeln wie der Typ heute, weckt mich bitte auf. Vielleicht ist das ja schon auf diesen Text nötig, aber ich kann es wahrscheinlich nicht so drastisch erzählen, wie ich gerne möchte und erlebt habe.
Gesammelte Fotos von drei Kiezbesuchen in den letzten fünf Tagen habe ich hier ins Fotoalbum gepackt.
Harald Schmidt ist zurück
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Der Late-Night-König Deutschlands ist zurück. Mir hat die Sendung gefallen, gerade weil sie unverändert geblieben ist. Für alle Nörgler da draußen, die ein Feuerwerk erwartet haben oder eine Antrittsrede. Was soll er auch machen? Sich hinstellen und eine Erklärung abgeben, wieso er den Sender gewechselt hat? Was er die letzten 52 Wochen angestellt hat? So etwas habe ich bis jetzt noch bei keinem Moderator gesehen, schon gar nicht bei einem, der sein Privatleben geheim hält, wie Harald Schmidt. Wer nun entäuscht ist, hat selbst Schuld.
Sehr schön wie Harald Schmidt sich selbst insziniert. Die langen Haare, ein Vollbart zwischendurch noch die Pfeife. Sicherlich – wenn auch ironisch dargestellt – ein Bild, von dem, wie er sich selber gerne sieht. Gut Herr Schmidt war offenbar nicht wirklich gut vorbereitet. Ich kann nur hoffen, dass sich das noch bessert. Guckt man ihn regelmäßig kann man an der einen oder anderen Stelle ahnen, wenn er versucht Lücken zu improvisieren. Solche Momente gefallen mir nie. Für seine miserable Rhein-Sendung wurde er auch sträflichst bestraft.
Wann fängt eigentlich Thomas Gottschalk mit seiner Late-Night-Sendung an? Habe ich da nicht letztens etwas gelesen, dass auf dem ZDF eine Sendung geplant sei? Mal sehen wie die wird. Ansonsten freue ich mich schon auf die 2 mal 30 Minuten ab Januar und die endlosen Wiederholungen in den dritten. Man kann Schmidt eigentlich nicht mehr verpassen
Ist heut wirklich schon der 23.?
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Verdammt. Da ist man mal eben kurz eine Treppe abschleifen, um einem habe ich auch gemacht.
Passend zum Wetter – Schnee und Eis – ist mein Auto kaputt gegangen. Beim Kuplungsgestänge sind die Kugelköpfe aus Plastik einfach mal zerbrochen. Keine große Nummer, die Teile kosten weniger als 7 €, aber es ist gar nicht so einfach nur im dritten und vierten Gang durch die Stadt zu fahren. Der Rückwärtsgang ging auch nicht, was ganz interessante Anforderungen an einen Parkplatz und den Parkvorgang stellt. Beim ersten Parken, hab ich das dann auch vergessen. Ein VW-Mitarbeiter war so freundlich mich rückwärts aus der Parklücke zu schieben
Beim verlassen der Werkstatt trafen ich und andere Kunden auf ein ganz neues Hindernis:
bild:images/polizei_zugeparkt.jpg
Die Polizei hatte sich dazu entschlossen, die Einfahrt als Parkplatz zu benutzen. Verständlich in ist es auch ziemlich eng, trotzdem dreist und unnötig, weil genug Parkplätze auf dem Hof vorhanden sind. Reaktion des Polizisten: "Wir wußten ja nicht, dass wir auch auf dem Hof parken konnten." Also lieber gleich den ganzen Hof zuparken, als nur einen Teil, oder wie?
Die Hofeinfahrt war nun also die denkbar schlechteste Basis für den Polizeieinsatz. Auch nach mehrmaligem Hupkonzert ließ sich kein Polizist blicken. Nach einem Anruf auf der Wache dauerte es aber nur noch fünf Minuten bis der Beamte auf dem Foto das Einsatzfahrzeug entfernte.
* Zeitcheck *
Noch knapp 28 Stunden Zeit um aufzuräumen, letzte Geschenke zu kaufen und endlich das zu coden, was ich mir seit Tagen vorgenommen habe. Wird knapp, könnte man aber schaffen. Ach Mist, hab meine Freundin vergessen. Das war’s ich bin am Ende, ich schaffe es nie rechtzeitig …
404 Error minimieren
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Puh es ist schon wieder 3 Uhr morgens. Unfassbar wie die Zeit vergeht, wenn man etwas interessantes findet, so dass man auch gleich wieder an seiner Webseite schrauben kann.
Bei meinem Hoster läuft . Ein kleines, freies Programm, dass ein besonderes Augenmerk auf die Besuche des Googlebots wirft.
Was VISITORS macht, was mir Webalizer immer verschwiegen hat, ist die Aufrufe aufzulisten, die 404 Fehler verursacht haben. Fehler 404 bedeutet, dass die Seite nicht gefunden werden konnte. Schon hatte ich ein neues Ziel. Fehlerquellen finden und eliminieren. Praktisch 404-Seek’n'Destroy
Der Großteil der Fehler kam von meiner Seite. Diese Tippfehler habe ich behoben, was zur Folge haben kann, dass einige alte Einträge im RSS-Feed erscheinen. Andere 404-Auslöser lassen sich nicht so einfach aushebeln. Ich vermute mal viele alte Links aus Suchmaschinen oder von anderen Webseiten, die auf Strukturen verweisen, die es nicht mehr gibt. Ich bin immer noch fleißig am programmieren und änder ab und zu mal Ordnerstrukturen (im Grunde natürlich auch ein Fehler meinerseits).
Ich werde die nächste Zeit besonders auf die Entwicklung der 404-Fehlermeldungen achten. Bei unverbesserlichen Falschverweisen kann man entweder eine Infoseite einrichten, die auf die Änderung aufmerksam macht. Oder bei Aufruf den Code 301 senden (Seite dauerhaft umgezogen) mit einer Umleitung auf die neue URL (per Location im Header). Zum Beispiel in PHP:
<?phpheader('Status: 301 Permanently moved');header('Location: /neuer/pfad/dokument.html');?>
Vorteil: ein (Suchmaschinen-)Robot wird sich das merken. Der Nachteil: ein Mensch kriegt von dem 301 gar nichts mit oder gibt’s schon ein Firefox-Plugin, das bei 301 ein fettes Warnpopup öffnet?Durchstarten
Für alle, die sich nicht lange mit dem Lesen der übersichtlichen und kurzen aufhalten wollen, hier eine kurze Anleitung zum erzeugen eines 404-Reports:
- VISITORS von oben angegebener Webseite herunterladen
- Logfiles herunterladen
- Unter Windows kann VISITORS GZ-gepackte Dateien nicht öffnen (oder doch? Ich hab’s nicht einmal getestet), also falls nötig entpacken
- Starten mit visitors /pfad/zu/logs/* -X -o html > 404.html bzw. zcat /pfad/zu/logs/*.gz | visitors -X -o html > 404.html
In der Datei 404.html ist dann die Auswertung. Statt der Umleitung der Ausgabe durch > kann man auch –output-file 404.html verwenden. Mihilfe von –max-error404 <zahl> kann man festlegen wieviele Fehler maximal angezeigt werden sollen. Statt des Sternchen kann man natürlich jeden beliebigen Jokertext verwenden, um einen Filter für die zu benutzenden Logfiles zu setzen.
Ansonsten kann ich nur empfehlen einen Blick in die Anleitung zu werfen. Man kann noch mehr interessante Sachen machen. Und natürlich gibt es auch andere Loganalyzer, die 404-Fehler auswerten und auflisten.
Half-Life 2
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Ich habe lange gezögert Half-Life 2 zu spielen, da ich wußte, dass ich dann nur noch das machen würde. Deswegen war ich auch die letzten zwei Tage außer Gefecht, sehr zum leidweisen meiner Freundin
Kaufempfehlung:
Dieses Spiel braucht keine Wertung, dieses Spiel braucht ein Denkmal.
schreibt PC-Games in ihrer Dezemberausgabe 2004. Dem kann ich mich nur anschliessen. Wie schon der erste Teil revolutioniert auch der zweite das Egoshooter-Genre. Mal abgesehen von der herrvorragenden Grafikengine, die auf meinem Rechner ruckelfrei läuft und leckere Grafik produziert. Aber das machten auch schon .
Die physikalische Engine macht HL2 erst zu dem, was es ist. Alle Objekte unterliegen den Gesetzen der Schwerkraft, Reibung und des Auftriebs. Eine neue Waffe macht dann auch davon gebrauch: man kann mit ihr Objekte anziehen, heben und wegschleudern. Das alles macht den Weg frei für völlig neuartige Aufgaben, die gelöst werden müssen.
Von der Story her ist HL2 leider keine Überraschung. Man befindet sich entweder auf der Reise und jagt Alex und ihrem Vater hinterher oder muss die Welt retten. Naja
Trotzdem Musik, Grafik, täuschend echte Gesichter mit Emotionen und noch viel mehr erzeugen eine ungeheure Spieltiefe. Außerdem bekommt man viel HL2 für sein Geld, denn das Spiel ist lang. Einziger Nachteil: man kommt zu nix anderem mehr.
Datenschutzcheckheft
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Passend zu meinem vorherigen Beitrag habe ich heute vom Datenschutzcheckheft gelesen, dass der Hamburgische Datenschutzbeauftragte und der Datenschutzbeauftragte des NDR herausgeben.
Zu Beginn des Büchleins wird man kurz über seine Rechte aufgeklärt. Welche Möglichkeiten hat man, über seine Daten zu bestimmen bzw. Auskunft einzuholen. In dem Checkheft sind Vordrucke, um bei den verschiedensten Institutionen Informationen einzuholen oder um – zum Beispiel der De Te Medien GmbH (Telefonbuch) – die Weitergabe der Daten zu verbieten.
Telefonwerbung
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Vor ungefähr zehn Jahren begab es sich, dass meine Eltern ihren Telefonanschluss auf ISDN umlegten. Zum einen, weil dann meine Schwester und ich unsere eigenen Nummern hätten, zum anderen weil ich unheimlich rumnervte, dass ich ISDN zum surfen bräuchte. Ich hab damals einfach die alte Nummer übernommen und meine Eltern haben eine neue. Jetzt weiß ich warum sie die so einfach aufgaben: die Nummer, die ich jetzt hab steht im Telefonbuch, immer noch.
Bis vor einige Zeit eigentlich kein Problem. Doch in letzter Zeit häufen sich die Werbeanrufe von der Norddeutschen Klassenloterie, der Süddeutschen Klassenloterie, Versicherungen, Pre-Select-Telekommunikationsfirmen und so weiter und so fort.
Heute Vormittag ist es besonders schlimm. Es haben bis jetzt schon sechs Werber angerufen. Haben die alle am ersten bei A im Telefonbuch begonnen und sind gleichzeit beim Buchstaben G angekommen? Oder gibt es einen Telefonnummernprovider, der die Callcenter mit Nummern versorgt und an alle die selben ausschüttet?
Aber man lernt auch dazu, die meisten wollen meinen Vater sprechen, da sein Name neben der Telefonnummer steht. Wenn sie erfahren, dass ich nicht derjenige bin, den sie erwarten, schlägt die aufgesetzte Fröhlichkeit in blanken Hass um. Ich kann richtig die Vereisung der Telefonleitung spüren. Ich war bis jetzt immer freundlich, weil ich dachte: "Die müssen auch nur ihren Job machen."
Aber damit ist jetzt Schluß. Wenn die der Meinung sind, sie könnten einfach auflegen, mach ich das auch. Zuerst gebe ich mich für meinen Vater aus und verwickel sie in ein Gespräch, so dass sie einige Minuten ihrer wertvolle Zeit verlieren und leg dann einfach auf. Mit ein bischen Übung kann man das ganz nebenbei machen, ohne selbst Zeit zu verlieren. Und wenn ich mal wirklich keine Zeit hab, brüll ich einfach was ins Telefon und leg auf. Bis jetzt hat noch niemand zurückgerufen
Diesen Post als Realtone?
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Dann sende eine SMS an 88xxx. Gott wie das nervt. Die Musiksender kann man nicht schauen, ohne alle paar Minuten von Klingeltonwerbung aufgeschreckt zu werden. Dort wird man dann dadrüber informiert, dass man die Topsongs der Charts für sein Handy bestellen kann. Noch schlimmer sind die sogenannten Funsounds, völlig hirnverbrannte Geräusche und Sprüche, die losgehen, wenn das Handy klingelt. Eine kleine Auwahl:
- "Papa, dein Handy klingelt"
- "Geh an dein Handy ran, es ist ne Pussy dran"
- "Brimbrambrutzfuz Rimmmdimmklimmdinng" Wer’s nicht erkennt, ein irrer Frosch
Das ganze natürlich in der Dauerschleife, bis man abnimmt. Ich möchte mir gar nicht die Klientel für die Klingeltöne vorstellen. Wer bitte schön findet Anerkennung, wenn das Handy klingelt: "Ey alder geh ran, es ist ne Pussy dran".
Schlimmer noch finde ich die Art und Weise der anderen Sender, die mittlerweile auch einen Stück von dem Kuchen haben möchten. Während man sich Shows anschaut wird man mit Untertitlen regelrecht bombardiert: "Möchtest du dies als Klingelton haben oder das, sende einfach eine SMS an 8xxxx". Der Schlag hat mich getroffen, als ich letzten True Lies gesehen hab. Erscheint doch ein Untertitel: "Möchtest du dieses Klingeln als Handyklingelton? Sende eine SMS an 8xxx". "Welches Klingeln," dachte ich noch, als im Film plötzlich ein Telefon klingelt.
Diesem ganzen Mist versucht Reimer mit seiner Aktion entegen zu wirken. Er sammelt Unterschriften, die er dann gesammelt an MTV und Viva schicken möchte. Meine Unterschrift hat er und er braucht noch viel mehr. Leider konnte ich keine Hinweise finden, wann die Unterschriftensammlung endet. Außerdem sollte er die Aktion ausweiten und die Unteschriftenliste an alle Sender weiterleiten, die uns derart dreist mit Handykrimskrams nerven.
Ich spreche hier nicht von einer totalen Einstellung, nur von einer Reduktion auf ein erträgliches Maß. Denn letztendlich gilt immer: Wenn’s einem nicht gefällt, kann man ja um- oder gleich ausschalten. Die werberelevante Zielgruppe, scheint trotzdem weiter zu zugucken und fleißig zu bestellen.
Kiez: Mal wieder
Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Banales
bild:images/landungsbruecken_nacht.jpg Bin gerade auf dem Kiez gewesen und endlich wieder zu Hause. Es ist jetzt 6:45 Uhr und der vorherige Post von heute diente dem Zeittotschlagen, bis die Bilder fertig hochgeladen sind. Das sind sie nun, und man kann sie hier bewundern. Einige sind richtig gut geworden.