Pulau Ubin

Letztes Wochenende haben mich meine beiden Mitbewohner zu einem Ausflug nach Pulau Ubin mitgenommen. Dies ist eine Insel im Nordosten von Singapur, auf der man Fahrrad fahren kann. Im nachhinein würde ich behaupten, dass ist auch das einzige, was man hier so auf der Insel macht. Nachdem man vom Changi Ferry Terminal mit der Fähre übergesetzt hat, befindet man sich sozusagen in Pulau Ubin Downtown, das aus einer Straße besteht an dem sich einige Hütten aneinander reihen. In den meisten werden Fahrräder vermietet.

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Die Fähre ist eigentlich ein altes Holzboot, die Überfahrt kostet ungefähr einen Euro und dauert 10 Minuten. Nachdem sich jeder von uns ein Fahrrad geliehen hat, ging es los in den Wald. Wir hatten auch einen echten Singapuri in unserer Gruppe, Alex, und der ist irgendwie komisch gefahren. Auf Nachfrage verriet er mir, dass er das letzte mal vor 11 Jahren Fahrrad gefahren ist, als er es gelernt hat. Kann ich auch verstehen, wer den Verkehr hier einmal gesehen hat, muss einsehen, das Fahrrad fahren hier Selbstmord ist. Es gibt keine Fahrradwege und wenn man mal einen Radfahrer sieht, dann sind es vollausgerüstete Rennfahrer, meistens Westler. Ich glaube, dass die meisten Singapuris nicht Radfahren können. Am Nachmittag beobachtete ich eine Szene, wo der Fahrradverleiher einem älteren asiatischem Herrn erklärte wie die Gangschaltung funktioniert. Einer der Grundpfeiler meiner These.

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Auf Pulau Ubin sind einige Rundwege eigentlich Rundstraßen und demnach geteert und sehr einfach zu befahren. Das ist natürlich nichts für junge, dynamische Europäer. Wir wollten mal so richtig durch das Unterholz brettern wurden jedoch durch Alex gebremst, auf den wir an jeder zweiten Kurve warten mussten. Es kam, wies kommen musste. Bei einem etwas steileren Stück über einen Schotterweg, ist Alex gestürzt. Wahrscheinlich hat da auch der psychologische Effelt mitgespielt. Den obwohl das Schild warnte: "Attention, steep slope ahead!", war es gar nicht so steil.

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Naja, Alex hat an dieser Stelle die Tour abgebrochen und wir konnten ohne ihn weiter. Am Ende des Tages haben wir glaube ich jeden Weg auf Pulau Ubin befahren. Lediglich die Pro-Abschnitte im Mountainbike-Park haben wir ausgelassen. Unter anderem auch, weil wir die Strecke in die falsche Richtung befahren haben, was bedeutete, dass wir unsere Räde die Sprünge hochtragen mussten. Total bescheuert! Vom Tag bleiben übrig: die Befriedigung etwas Sport gemacht zu haben, schöne Fotos und Eindrücke und ein Sonnenbrand im Nacken.

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Nach der Tour haben wir noch etwas Seafood auf Pulau Ubin verspeist. Die Insel ist zurecht berühmt dafür. Lecker, lecker Riesenshrimps.

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Eigenen Senf dazu geben