Flexibilität im Alltag
Geschrieben von Björn | Abgelegt in Allgemein
Was man als Deutscher in Singapur lernen kann ist Flexibilität im Alltag. Auf Situationen einfach mal kreativ reagieren. Gestern zum Beispiel musste ich mal wieder etwas länger auf meinen Bus warten – fast 10 Minuten! Zum Trost kamen dann aber auch gleich zwei hintereinander. Ich bin brav in den ersten Eingestiegen, der dann vom zweiten überholt wurde.
Ich schätze beide Busse waren etwa zu einem Drittel gefüllt. Nun ist es in Singapur so, dass Busse nur halten, wenn jemand im Bus aussteigen möchte, also den Wunsch signalisiert der Bus solle halten, oder wenn Wartende an der Haltestelle winken. Das ist in Deutschland ganz ähnlich, nur das Busse hier lediglich an leeren Haltestellen vorbeifahren. In Singapur sind Bushaltestellen so gut wie nie unbesetzt, daher hat man wohl das Winke-Winke-Prinzip eingeführt.
Nun muss der Busfahrer folgendes Gedacht haben: "Das ist meine letzte Tour für heute, dann hab ich Feierabend und wenn mein Kollege da jetzt alle Wartenden einsammelt, dann brauch ich das ja nicht mehr machen. Aber wie verhindere ich, dass ich angewunken werde, und ich halten muss obwohl doch keiner aussteigen möchte?" Da ist ihm dann ein Licht aufgegangen und an der nächsten Haltestelle hat er kurzerhand die Schilder abmontiert, die nach außen zeigen, welche Linie der Bus bedient. So schnell bin ich zur Rushhour noch nie mit der Buslinie durch gekommen!
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