Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Computersucht
Also das ist natuerlich mal wieder typisch. Ich hatte mir ja vorgenommen, mein Blog auf WordPress umzustellen und wollte das in Angriff nehmen, wenn ich wieder in Washington bin und Abends Zeit zum daddeln habe. Aber dazu spaeter mehr.
Als ich naemlich damit fertig war, dachte ich mir, dann kann ich ja auch mal den Rootserver reparieren, der da irgendwelche komischen Probleme hat. Gesagt getan.
Das Linuxupdateproblem (Debian und APT argh – funktioniert in Ubuntu echt besser, warum?) konnte ich recht schnell beheben. Das hatte zur Folge, dass der Kernel auf 2.6 upgedatet wurde, was ich vor 2 Jahren schon mal machen wollte, aber dann Bootprobleme hatte. Damals hat mir der Stratokundendienst geholfen, den 2.4er Kernel wieder zum Laufen zu bekommen.
Diesmal gab es aber kein zurueck, die neue glibc sorgt dafuer, dass der 2.4 Kernel nicht mehr geht. PANIC! Kernel too old. Na super, hab aber immer noch das gleiche Bootproblem wie frueher.
Nachdem ich mich gestern mehrere Stunden – gefuehlte Tage – durch Google und in letzter Verzweiflung sogar anderen Suchmaschinen – gewuehlt habe, gab ich ohne nennenswerten Fortschritt auf und schrieb eine Hilfemail an den Stratokundendienst.
Keine Antwort spaeter, aber mit neuem Mut, habe ich mich wieder rangesetzt und konnte erst einmal erfolgreich den kompletten Bootsector zerstoeren, so das gar nichts mehr ging. Mit dem Strato Rescue Kernel und der LILO-Backup-Wiederherstellen-Funktion, konnte ich zum Glueck das schnell wieder reparieren.
Lange Rede, kurzer Sinn, nach etwas ueber 24h, nachdem ich die Haelfte der Linuxseiten im Netz gelesen habe – inkl. der franzoesischem obwohl ich eigentlich nichts verstehe – hab ich das Problem geloest.
Im Endeffekt lies sich das Problem so einkreisen, dass der Kernel zwar bootete, aber dann nicht in der Lage war das Dateisystem einzubinden. Die Loesung war: einige der Debianpakete, die ich installiert habe, ruften mkinitrd auf, um das initrd Image zu erstellen. Fragt mich nicht warum, aber das war defekt, lediglich ein mit initramfs-tools erstelltes Image geht ueberhaupt. Das naechste Problem war dann, dass initramfs zwar LILO aufrief, aber die entsprechende Zeile
initrd = /initrd.img
Oder wo auch immer das erzeugte Image dann liegt, nicht hinzufuegte. Es wurde also gar nicht erst geladen! Darauf muss man erst mal kommen an Hand der Fehlermeldung
[ 3.497470] List of all partitions: [ 3.502263] No filesystem could mount root, tried: [ 3.507406] Kernel panic - not syncing: VFS: Unable to mount root fs on unknown-block(3,3)
Da hier naemlich keine Filesysteme aufgezaehlt werden, vermutete ich die ganze Zeit, dass einfach die ext3 Treiber in dem initrd Image fehlen. Naja, immerhin habe ich dadurch gelernt, wie diese funktionieren. Wie man sie entpackt und debuggt. Auch mal was. Ich hab ja sonst nichts zu tun. Zum Glueck ist jetzt wieder alles Heile und ich kann mich um die Migration meines Blogcontents zu meiner neuen WordPress Installation kuemmern. Aber dazu spaeter mehr.
Tags: Linux
Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Computersucht
Ich hab mir einen GPS Datalogger besorgt. Das ist ein kleines Gerät, dass GPS Daten aufzeichnet. Diese kann man später auf den Computer übertragen, um seinen Weg zurück zu verfolgen. Die Daten kann man zum Beispiel mit Google Maps kombinieren, zum Beispiel vom Büro nach Hause in Singapur:
Meine Hauptanwendung wird aber sein meine Fotos mit den gesammelten Daten mit den Orten zu verbinden, an denen ich fotografiert habe. Das konnte ich noch nicht testen, ich hoffe ich komme am Wochenende dazu. Hier in Asien ist jetzt Chinese New Year und ich habe Donnerstag und Freitag frei. Mal sehen wie ich das verlängerte Wochenende nutzen werde.
Programme, die ich noch schnell empfehlen möchte:
Tags: Geotagging, Singapur
Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Computersucht
Als ich in Singapur angekommen bin habe ich als erste versucht die Singapur-SIM-Karte in meinem iPhone zu aktivieren. Das hat soweit auch geklappt, Verbindung zu Singtel wurde erfolgreich hergestellt. Nur wenn ich Telefonieren oder SMS öffnen wollte ist das iPhone abgebrochen und ist immer wieder auf den Startbildschirm gesprungen. Ich hatte bis jetzt keine Zeit mich darum zu kümmern und bin halt mit zwei Handys herumgelaufen.
Nachdem ich heute die erste große Arbeitsaufgabe abgeschlossen habe, konnte ich mich nun endlich mal drum kümmern. Nach etwas längerem orientierungslosem Herumgesuche im Internet bin ich dann endlich auf einen Hinweis gestoßen: iWorld. Anscheinend ist das ein wohlbekanntes Problem und iWorld verspricht Abhilfe. Das Tool versteckt sich im Installer unter Tweaks (1.1.2), nachdem es installiert ist kann man es starten und einstellen wo man sich befindet. Das hat wunderbar geklappt und die Singtel SIM funktioniert nun. Was für eine Erleichterung, dass ich nun nur noch mit einem Handy rumlaufen brauche. Bei diesem Wetter ist jeder zusätzliche Balast tödlich.
Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Computersucht
Das beste, was man mit Fotos machen kann, ist sie mit Geodaten zu erweitern. Also dem Foto noch die Metainformation hinzufügen, wo es aufgenommen wurde. Nun sicherlich gibt es bereits Kameras mit GPS-Empfängern, die das automatisch machen, aber so etwas besitzen wohl die wenigsten.
Man kann aber auch ganz einfach die Route, die man zurücklegt mit einem GPS-Gerät aufzeichnen lassen. Wenn man nun dafür sorgt, das die Uhrzeiten von GPS und Kamera synchroniert sind, kann man hinterher sehen zu welcher Zeit man wo war und den Fotos die entsprechenden Koordinaten zuweisen.
Ich verwende zum aufzeichnen mein Windows Mobile Handy mit Bluetooth GPS-Empfänger. Das geht sehr simpel mit GPS Track. Natürlich kann man auch ein beliebiges anderes Gerät nehmen, dass es erlaubt die Route später auf den Computer zu übertragen. Um die Bilder später automatisch auszuzeichnen ist GPicSync mit Sicherheit die Beste Wahl. Ich könnte jetzt due Features aufzählen, man kann es aber auch zusammenfassen. GPicSync kann alles was es können muss.
Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Banales, Computersucht
Heute gab es bei meiner Oma ein nachträgliches Weihnachtsessen, lecker Gans. Während des Essens kommt das Gespräch auf ihren neuen Telefonanbieter, sie sei jetzt zu Alice DSL gewechselt. "Na Mensch, da haste doch auch Internet", sage ich zu ihr. Sie behauptet allerdings, dass sie einen Vertrag hätte, in dem DSL nicht enthalten sei. "Kann ja sein", denke ich, finde es aber trotzdem merkwürdig.
Etwas später dann erzählt sie beiläufig, das Alice ein Saftladen sei. Zuerst musste sie den Anschluss zweimal bestellen, weil es beim ersten mal nicht geklappt hatte. Alice verschlampte den Antrag. Und dann habe sie auch noch so andere Geräte für das Internet zugeschickt bekommen, obwohl sie das aber laut Vertrag gar nicht abgeschlossen hat.
Da werd ich gleich stutzig: "Zeig mir doch mal die Briefe, die dir Alice geschickt hat." – "Die hab ich nicht, die sind bei deiner Tante, die hat sich darum gekümmert", sagt Oma. "Dann zeig mir mal die Geräte, die dir Alice geschickt hat, das würd ich mir gerne mal ansehen", erwidere ich mit dem Plan den Splitter und das DSL-Modem einfach mal anzuschließen. Wenn die Lampen alle grün leuchten hat Oma Internet.
Kurze Zeit später sitze ich mit dem DSL-Zubehörkarton im Wohnzimmer und packe die Sachen aus. Der Splitter fehlt. "Oma, hast du hier schon ein Gerät rausgenommen und angeschlossen?" – "Nein, nein auf keinen Fall, es wurde nichts geändert!" Komischerweise befindet sich aber ein kleiner Karton mit der Aufschrift Splitter im Karton, der leer ist. Irgendwo muss der Splitter doch sein, schließlich wird ja kein leerer Karton verschickt.
Ich begebe mich also zur Telefondose und schiebe den Schrank weg, der davor steht. Dahinter befindet sich bereits an die Wand montiert der Splitter. Allerdings nicht angeschlossen. "Also Oma, der Splitter ist hier an der Wand, dass muss doch jemand gemacht haben. War Andrea vielleicht hier dran und hat den angebaut und du hast es nur vergessen?" – "Auf gar keinen Fall, da war niemand dran", beteuert Oma. Zwischenzeitlich hat mein Opa auch das Zimmer betreten und der Unterhaltung zu gehört. Er sagt: "Also hör mal, du hast das doch da angebaut, als die das umgestellt haben und das Telefon nicht ging!" Oma ist entsetzt: "Oh wirklich?!"
Benzinkosten zu Oma: Unter 10,- €. Dieses Erlebnis: Unbezahlbar!
Meiner Eltern hatten ihren Laptop dabei, weil ich da noch einiges einstellen musste. Ich hab dann den Splitter und das Modem sowie den Laptop angeschlossen. Alle Lampen leuchten grün. Gespannt erstelle ich eine neue PPPoE Verbindung und verwende die Telefonnummer meiner Oma als Benutzername – für Alice braucht man ja kein Passwort mehr. Und siehe da es geht! Mal davon abgesehen, dass ich mir das schon gedacht hatte, bin ich dann nochmal zur Kontrolle auf die Alice Homepage gegangen: es gibt keinen Tarif ohne Internet. Seufz.
Im Laufe der Woche bekommt Oma jetzt noch einen WLAN-Router und einen entsprechenden USB-Stick für ihren PC. Dann kann ich mit ihr auch skypen …
Tags: Schwachsinniges
Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Computersucht
Diese Seite hat nun OpenID Unterstützung. Derzeit zwar nur für schon bestehende Benutzerkonten, aber das wird sich in naher Zukunft ändern. Dann können Besucher mit einer OpenID sich schnell authentifizieren und erweiterte Features benutzen. Und das ziemlich schmerzfrei.
Von Entwicklerseite kann ich nun von der Erfahrung zehren, dass OpenID wirklich toll und recht simpel ist. Jedoch gibt es eine Menge Dinge, an die man von Anfang an gar nicht denkt. Zum Beispiel
Alles Dinge an die man nicht denkt, wenn man mal eben OpenID einbaut. Und plötzlich geht die Sonne am Horizont schon wieder auf.
Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Computersucht
Tags: Linux
Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Computersucht
Mein Heimserver ist aufgrund eines Stromausfalls kaputt gegangen. Festplatte mal wieder korrupt. Junge, junge wie das nervt. Egal es ließ sich reparieren, nur danach stieß ich auf ein anderes Problem, das ich nicht lösen konnte. Hatte nicht einmal einen Ansatz für die richtigen Stichwörter für eine Websuche. Was tun, Foren? Ne, zu langsam. Chatten ist angesagt, IRC Client gestartet, #linux Chatroom aufgesucht. Letztendlich lief es darauf hinaus, dass mir niemand wirklich helfen konnte, ich aber statt dessen über zwei Stunden lang anderen Leuten bei Ihren Problemen geholfen habe. Support liegt mir anscheinend im Blut.
Tags: Arbeit
Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Computersucht
Heute hat es sich mal gelohnt aufzustehen. Tag Neun meines Urlaubs und heute lief alles wie am Schnürchen. Unser Bürozimmer ist blau, das macht den Raum zwar etwas dunkler als er eh schon ist, aber das Blau beruhigt und setzt endlich mal Akzente.
Dann hat BeQuiet mir ein Austauschnetzteil geschickt. Das defekte hatte ich erst letzte Woche Donnerstag eingesendet. Das nenne ich mal Service. Leider hat meines nach eineinhalb Jahren den Geist aufgegeben, aber die drei Jahre Garantie muss man ja irgendwie nutzen. Nachdem das defekte Netzteil knapp sechs Monate im Schrank lag und ich ein sehr lautes Ersatzteil in meinem Rechner hatte, hab ich endlich mal gehandelt und bei BeQuiet angerufen. Ich solle das defekte Gerät einfach mit einer kurzen Fehlerbeschreibung einschicken. Gesagt, getan! Eine Woche später hab ich nun ein neues. Auf den Versandkosten bleibe ich wohl aber sitzenm, aber egal.
Ich kann nur jedem empfehlen sich BeQuiet Netzteile zuzulegen. Selbst die kleinste Serie ist extrem leise, so dass man das Netzteil nur hört, wenn man sein Ohr direkt ranhält, aber wer macht das schon? Und dann ist die Ausstattung und Verarbeitung wirklich hervorragend. Alle Anschlüsse sind sinnvoll an den Kabeln angeordnet, mitgeliefert werden Kabelbinder aus Plastik und mit Klettverschluss, die Verpackung ist dermaßen edel, dass man denkt, dass die Anschaffungskosten gerade mal die Verpackung bezahlen. Und zu guter Letzt sehen die Netzteile auch noch sehr schick aus. Schwarz extrem Metallic. Nur schade, dass man es nicht sieht. Nun schnurrt mein PC wieder wie ein Kätzchen und ich kann im Zimmer neben an ruhig schlafen.
Tags: Wohnung
Geschrieben von Björn | Abgelegt unter Computersucht
Mich hat es in den letzten Tagen gepackt und ich hab mich bei einigen hippen Web2.0-Seiten angemeldet. Pownce, Facebook, LinkedIn, Twitter, Mindmeister, You Name It.
Ich muss ehrlich sagen, LinkedIn hat mich umgehauen. Ich kannte bisher nur Xing. aber LinkedIn hat mich auf den ersten Klicks überzeugt. Die Suche wirkt viel besser. Da zuerst nur in meinem Netzwerk gesucht wird. Nachdem ich beim Registrieren meine Firma angegeben habe, wurden mir direkt 50 Mitarbeiter angezeigt. Später zeigte LinkedIn aber dann seine Schwäche. In der Suche nach meiner Firma finde ich nicht nur mich selbst (da steht dann You), sondern man kann auch nicht erkennen mit wem bereits ein "Zum Netzwerk hinzufügen"-Request pendelt.
Mindmeister ist sowieso das allergrößte. Nachdem ich jahrelang nicht wußte, was ich vom Mindmapping halten sollte, habe ich das im letzten Jahr erst so richtig zu schätzen gelernt. Dabei ist Mindjet MindManager die absolute Killerapplikation. Die Freewareversion Freemind ist auch Okay, aber von der Bedienung und vom Eye Candy her ist MindManager besser. Eye Candy ist nie zu unterschätzen. Mit Mindmeister findet sich nun ein neues Pferd im Stall, das absolut konkurrenzfähig ist. Es sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch super zu bedienen. Und dann kann man auch noch gemeinsam mit Freunden an Mindmaps arbeiten. In der Bezahlversion lassen sich Maps zu Freemind oder MindManager exportieren, oder im Web veröffentlichen.
Pownce und Facebook sind eher rätselhaft, damit konnte ich bisher nicht soviel anfangen. Vielleicht entwickelt sich das ja noch. Twitter dagegen entwickelt echt Suchtcharakter bei mir. Dabei ist das so simpel: "Was machst du gerade?" Ein Textfeld, 160 Zeichen, und doch muss ich das irgendwie andauernd ausfüllen. Echt schräg, der Exponierfaktor ist bei mir wirklich ungewöhnlich hoch.
Tags: Web2.0