GPS Data Logger

Ich hab mir einen GPS Datalogger besorgt. Das ist ein kleines Gerät, dass GPS Daten aufzeichnet. Diese kann man später auf den Computer übertragen, um seinen Weg zurück zu verfolgen. Die Daten kann man zum Beispiel mit Google Maps kombinieren, zum Beispiel vom Büro nach Hause in Singapur:

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Meine Hauptanwendung wird aber sein meine Fotos mit den gesammelten Daten mit den Orten zu verbinden, an denen ich fotografiert habe. Das konnte ich noch nicht testen, ich hoffe ich komme am Wochenende dazu. Hier in Asien ist jetzt Chinese New Year und ich habe Donnerstag und Freitag frei. Mal sehen wie ich das verlängerte Wochenende nutzen werde.

Programme, die ich noch schnell empfehlen möchte:

  • Der RouteConverter von meinem geschätzten Arbeitskollegen Christian ist wohl das ultimative Tool, um aufgezeichnete Strecken zu bearbeiten und in vielen anderen Formaten wieder zu speichern. Damit habe ich zum Beispiel das oben dargestellte Google Maps Beispiel erzeugt.
  • GPS Babel spricht tausend und eine GPS Speicherformatsprache. Wird vom RouteConverter verwendet.
  • GPicSync verheiratet gesammelte GPS Daten mit Fotos.

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Karnevalskostüm

Ich geh jetzt gleich zu meiner ersten Karnevalsparty – überhaupt. Als Nordlicht kommt man da ja eigentlich nicht zu und wieso dann nicht das erste mal in Singapur?

Wir gehen als Jackson 5, zu viert!

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Ni hao! Wo shi Bi En.

- Hallo! Ich bin Björn

Heute hatte ich meine erste Mandarinstunde. In der Firma von Jens ist jemand abgesprungen und ich konnte ihren Platz einnehmen und habe nun jeden Montagabend Unterricht in Mandarin. Die Grammatik ist wirklich recht simpel, aber die Aussprache macht einem echt zu schaffen.

Es gibt mindestens vier verschiedene Intonationen, eigentlich sogar fünf. Als Erwachsener versucht man da viel zu rational ran zu gehen und versucht sich zu erklären, warum das nun so ist. Das blockiert einen eigentlich, einfach nachsprechen und nicht hinterfragen wäre besser.

Ich kann mich und andere jetzt auf chinesisch vorstellen und danach fragen. Außerdem kann ich guten Tag sagen und fragen wie es jemandem geht. Nicht schlecht. Ich hoffe ich vergesse das nicht gleich wieder. Von nun an ist fleißiges Üben angesagt.

Hen gao xing jian dao ni. – Nett dich kennen zu lernen.

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Pulau Ubin

Letztes Wochenende haben mich meine beiden Mitbewohner zu einem Ausflug nach Pulau Ubin mitgenommen. Dies ist eine Insel im Nordosten von Singapur, auf der man Fahrrad fahren kann. Im nachhinein würde ich behaupten, dass ist auch das einzige, was man hier so auf der Insel macht. Nachdem man vom Changi Ferry Terminal mit der Fähre übergesetzt hat, befindet man sich sozusagen in Pulau Ubin Downtown, das aus einer Straße besteht an dem sich einige Hütten aneinander reihen. In den meisten werden Fahrräder vermietet.

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Die Fähre ist eigentlich ein altes Holzboot, die Überfahrt kostet ungefähr einen Euro und dauert 10 Minuten. Nachdem sich jeder von uns ein Fahrrad geliehen hat, ging es los in den Wald. Wir hatten auch einen echten Singapuri in unserer Gruppe, Alex, und der ist irgendwie komisch gefahren. Auf Nachfrage verriet er mir, dass er das letzte mal vor 11 Jahren Fahrrad gefahren ist, als er es gelernt hat. Kann ich auch verstehen, wer den Verkehr hier einmal gesehen hat, muss einsehen, das Fahrrad fahren hier Selbstmord ist. Es gibt keine Fahrradwege und wenn man mal einen Radfahrer sieht, dann sind es vollausgerüstete Rennfahrer, meistens Westler. Ich glaube, dass die meisten Singapuris nicht Radfahren können. Am Nachmittag beobachtete ich eine Szene, wo der Fahrradverleiher einem älteren asiatischem Herrn erklärte wie die Gangschaltung funktioniert. Einer der Grundpfeiler meiner These.

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Auf Pulau Ubin sind einige Rundwege eigentlich Rundstraßen und demnach geteert und sehr einfach zu befahren. Das ist natürlich nichts für junge, dynamische Europäer. Wir wollten mal so richtig durch das Unterholz brettern wurden jedoch durch Alex gebremst, auf den wir an jeder zweiten Kurve warten mussten. Es kam, wies kommen musste. Bei einem etwas steileren Stück über einen Schotterweg, ist Alex gestürzt. Wahrscheinlich hat da auch der psychologische Effelt mitgespielt. Den obwohl das Schild warnte: "Attention, steep slope ahead!", war es gar nicht so steil.

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Naja, Alex hat an dieser Stelle die Tour abgebrochen und wir konnten ohne ihn weiter. Am Ende des Tages haben wir glaube ich jeden Weg auf Pulau Ubin befahren. Lediglich die Pro-Abschnitte im Mountainbike-Park haben wir ausgelassen. Unter anderem auch, weil wir die Strecke in die falsche Richtung befahren haben, was bedeutete, dass wir unsere Räde die Sprünge hochtragen mussten. Total bescheuert! Vom Tag bleiben übrig: die Befriedigung etwas Sport gemacht zu haben, schöne Fotos und Eindrücke und ein Sonnenbrand im Nacken.

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Nach der Tour haben wir noch etwas Seafood auf Pulau Ubin verspeist. Die Insel ist zurecht berühmt dafür. Lecker, lecker Riesenshrimps.

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World, ey

Als ich in Singapur angekommen bin habe ich als erste versucht die Singapur-SIM-Karte in meinem iPhone zu aktivieren. Das hat soweit auch geklappt, Verbindung zu Singtel wurde erfolgreich hergestellt. Nur wenn ich Telefonieren oder SMS öffnen wollte ist das iPhone abgebrochen und ist immer wieder auf den Startbildschirm gesprungen. Ich hatte bis jetzt keine Zeit mich darum zu kümmern und bin halt mit zwei Handys herumgelaufen.

Nachdem ich heute die erste große Arbeitsaufgabe abgeschlossen habe, konnte ich mich nun endlich mal drum kümmern. Nach etwas längerem orientierungslosem Herumgesuche im Internet bin ich dann endlich auf einen Hinweis gestoßen: iWorld. Anscheinend ist das ein wohlbekanntes Problem und iWorld verspricht Abhilfe. Das Tool versteckt sich im Installer unter Tweaks (1.1.2), nachdem es installiert ist kann man es starten und einstellen wo man sich befindet. Das hat wunderbar geklappt und die Singtel SIM funktioniert nun. Was für eine Erleichterung, dass ich nun nur noch mit einem Handy rumlaufen brauche. Bei diesem Wetter ist jeder zusätzliche Balast tödlich.

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Wireless@sg

Gleich nachdem ich in Singapur gelandet bin, habe ich natürlich mein Handy angemacht, bzw. meine Handys. O2 roamt hier über Singtel und ich wurde gleich mit zwei Textnachrichten begrüßt. In der ersten erklärt mir O2, dass SMS Empfang für mich hier gratis ist, in der zweiten erklärt mir Singtel, dass ich nur die *186 wählen muss, um Zugang zu wireless@sg zu bekommen.

Darüber hatte ich mich vorab in Deutschland schon informiert. Dieser Befgriff bezeichnet eine initatibve Singapur mit freiem WLAN auszustatten. Einen Gratiszugang kann man sich auch auf einer der Seiten der drei Betreiber holen. Das konnte ich aber damals in Deutschland nicht, da man eine Nummer angeben muss, die auf dem Visum steht, dass ich noch nicht hatte.  So hat es mich aber sehr gefreut, das ich mich gar nicht registrieren brauch und hab die Nummer mal angewählt.

Sofort kommt eine SMS mit Antwort zurück. Darin enthalten Benutzername und Passwort gültig bis 12 Uhr nächsten Tages. Leider konnte ich das bisher noch nicht testen, da im Randgebiet wo ich arbeite und wohne die Abdeckung schlecht bis nicht vorhanden ist. Egal, da hab ich eh meinen eigenen Accesspoint.

Nun war ich heute morgen in der Stadt und da ist die Abdeckung fantastisch. Ich hab mir dann sofort einen Zugang geholt und voller Erwartung in mein Handy eingetragen. Und es klappt! Willkommen im neuen Jahrtausend, schmeißt die Straßenkarten weg, Google Maps ist praktischer. Wo ist hier noch gleich der nächste Burger King …

Wo bleibt wireless@hh oder wireless@germany?

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Singapur Dollar

Wenn man, so wie ich, schon seit Jahren damit kämpft 1 und 2 Eurocentstücke versucht auseinander zu halten und eigentlich jedes mal auf die Prägung gucken muss, um sicher zu sein, dann sind Singapurdollar eine Erleichterung.

Die Größen der Scheine sind dem Wert nach geordnet, je größer desto wertvoller und die Farben hat man schnell drauf. Zudem ist der Wert sehr groß drauf gedruckt. Die Münzen sind fantastisch. Ein Dollar ist Bronze, 10, 20 und 50 silber. Die Größen sind einfach zu unterscheiden. 5 Cent sind dann wieder golden. Ich komm damit jetzt schon besser zurecht als mit den Eurocents.

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Laufen am morgen

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Wie vorhin versprochen hab ich beim Laufen ein paar Fotos gemacht. Leider hab ich keine Affen gesehen. Es muss dort aber welche geben, den überall stehen Schilder, dass man es doch bitte unterlassen soll die Affen zu füttern. Im Wald fänden die schon genug essen. Ich hab mich nicht getraut von der Asphaltstraße in den Wald zu gehen. Es gibt da ein paar Wanderwege vielleicht probiere ich mal einen aus.

Ich hab ein bisschen mit Geotagging herumgespielt und bin total begeistert davon. Das hab ich jetzt mit Picasa und Google Earth noch manuell gemacht . Später werde ich mal den automatischen Weg ausprobieren. Um die Bilder zu sehen gibt es jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder ihr schaut sie euch in meinem Webalbum an oder ihr öffnet das KMZ in Google Earth. Der ursprüngliche Plan war ein entsprechendes Google Maps Widget hier einzubinden, aber das ging nicht, angeblich sei das KMZ invalid. Dabei habe ich das mit Google Earth gespeichert, schade.

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Was in Singapur anders ist

Zuerst einmal wird hier links gefahren, was natürlich bedeutet, dass das Steuer auf der rechten Seite ist. Das ist erst mal nichts besonderes, aber das hat Konsequenzen, an die ich noch nie gedacht habe. Zum Beispiel weichen entgegenkommende Menschen auch nach rechts aus, was bei mir intuitiv für Verwirrung sorgt. Wer mich aber kennt, weiß um meine Links-Rechts-Schwäche, daher komme ich damit letztendlich aber sehr gut zurecht.

Eine weitere Folge ist zum Beispiel dass Rolltreppen auch andersherum sind. Also links geht's hoch und rechts runter. Ebenso verhält es sich mit Ein- und Ausgängen, zum Beispiel an der U-Bahn. Links geht es rein, rechts sind die Schranken zum herausgehen.

Ich bin dann auch vorhin mit einigen Kisten Hausrat, die von Kollegen im Büro zurückgelassen wurden, mit dem Taxi nach Hause gefahren. Das erste mal alleine. Bisher bin ich schon ein paar mal mitgefahren und es war nie ein Problem mit der Ansage: "Rifle Range Road, please!" nach Hause gebracht zu werden. Nur genau der Taxifahrer hatte natürlich keine Ahnung wo das ist. Auf seine Gegenfrage: "Bukit Timah Plaza?" Konnte ich nur verwirrt gucken.

Zum Glück hab ich aber Google Maps auf dem Handy, so dass ich dem Taxifahrer die Karte zeigen konnte. Er gab mir zu verstehen, dass er die Karte nicht lesen kann. Die ist auf dem Display zu klein und seine Augen sind so schlecht, dass das ohne Brille nicht geht. Hallo! Aber Autofahren geht noch oder wie?

Überhaupt fahren die hier wie die Verrückten. Der stärkere gewinnt. Besonders zur Rush Hour gibt es Kreuzungen die prope voll sind, danach ist dann wieder ein längeres Stück freie Fahrt. Aber gerade an den Kreuzungen spielen alle verrückt, jeder will der erste sein. Moped fahren würde ich mich da nicht trauen. Taxifahrer fahren auch wahnsinnig dicht auf oder schneiden andere Verkehrsteilnehmer ganz übel. Vom Rücksitz hat das zum Teil was von M.C. Escher, physikalisch unmöglich; Dass das Manöver gerade durchführbar war muss eine optische Täuschung gewesen sein.

Gegen 19 Uhr wird es hier dunkel, um halb Acht ist es dann schon finster. So schaffe ich es Abends wohl nicht mehr noch einige interessante Fotos zu machen. Daher werde ich morgen mal früh aufstehen und in den Dschungel gehen, der hier direkt um die Ecke ist. Jens geht da joggen und er meinte da gibt es Affen. Mal sehen. 

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Angekommen und so

Nach einem 12 stündigen Flug bin ich endlich in Singapur angekommen. Der Flug ging für mich Hamburger Ortszeit über Nacht. Das machte mich so müde, dass ich tatsächlich etwas schlummern konnte und fit um 17 Uhr Singapur Ortszeit gelandet bin. Der erste Eindruck: es ist verdammt warm und schwül.

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Der Flughafen arbeitet total schnell. Ich habe vom Ankunftsgate ca. 6 Minuten zu Fuss zu den Einreiseschaltern gebraucht. Dort musste ich dann ein Immigration Formular ausfüllen und meinen Reisepass vorzeigen. Das ganze wurde vom Beamten nicht mal kontrolliert, sondern nur eingescannt. Hat noch mal 5 Minuten gedauert. Die Gepäckbänder sind direkt hinter den Einreiseschaltern, ich kam dort also noch ca. 12 Minuten an und genau in dem Moment fahren meine Koffer da vorbei.

Ich ziehe in eine WG mit Jens und Mark. Jens war so nett mich direkt vom Flughafen abzuholen. Mit dem Taxi ging es dann zur Wohnung in Upper Bukit Timah. Die Anlage in der ich wohne ist wirklich schön. In Singapur ist es anscheinend üblich, dass man in bewachten Wohnparks residiert. Das ist hier überall so und für europäische Augen ganz schön fremd. Ich habe aber auf jeden Fall einen schönen Blick aus meinem Fenster auf Urwald und Stadt. Ein sehr schöner Kontrast.

singapur_mein_fenster

Mit Jens bin ich dann noch zu Ikea und zum Supermarkt gefahren. Es gibt hier die verrücktesten Sachen mit denen man nicht rechnet. Zum Beispiel eine recht große Fleisch- und Käsetheke. Gut, die Preise sind teilweise jenseits von Gut und Böse. aber man könnte es kaufen, wenn man mag. Der Bäcker bei mir um die Ecke ist Schweizer, richtiges Brot und Brötchen gibt es hier also auch. Und dann noch sowas hier:

original_german_bockwurst

Mein erster Eindruck ist überwältigend. Die Stadt ist total grün, es gibt hier in Bukit Timah richtig Urwald. Das ist so zugewachsen, da würd ich nicht mal fünf Meter reingehen. Mir gefällt die Architektur sehr gut, typischerweise sehen Häuser so aus:

sing_architektur

Die Woche über komme ich wohl nicht in die City, meine Arbeit ist relativ nah an meiner Wohnung. Aber am Wochenende werde ich auf jeden Fall mal hinfahren. Dann gibt es davon mehr Fotos. Morgen muss ich schon mit Arbeiten anfangen, daher gehe ich jetzt auch ins Bett.

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