Die Blue Mountains

Am Sonntag sind wir früh morgens aufgestanden, um rechtzeitig gegen halb elf die Wohnung Richtung Blue Mountains zu verlassen. Normalerweise bin ich ja nicht so der früh Aufsteher, aber manchmal lohnt es sich halt doch. Wann bekommt man sonst schon mal die Gelegenheit Sydney von der Fähre aus in der prallen Mittagssonne zu sehen …

#SC_0212

Vom Hauptbahnhof fährt ein Zug stündlich nach Katoomba, wo sich die Scenic World befindet. Meinem Verständnis nach die Hauptattraktion der Blue Mountains. Hier findet man die Gesteinsformation der Three Sisters, Rundwanderwege, Wasserfälle und Seilbahnen für die Mädchen.

#SC_0308

Nachdem wir uns von ebenso einem hübschen Exemplar noch tagesaktuelle Informationen über die verschiedenen Wege und Schwierigkeitsgrade eingeholt haben, stürzten wir uns todesmutig den Giant Stairway hinab. Das ist wirklich nichts für Leute mit Höhenangst, habe ich mir sagen lassen. Ich weiss nicht, was das Problem an rund tausend steilen Stufen an einem Kliff ist?

#SC_0038

Vom Fuss der Stufen haben wir knapp eine Stunde zu den Furber Steps gebraucht. Wir hätten es auch in 10 Minuten geschafft, mussten aber zwischendurch immer mal wieder stoppen, um die Wasserfälle, Tiere und die Natur zu fotografieren. Nicht das mich so was interessiert, aber ihr wollt ja Fotos sehen.

#SC_0127

Die Furber Steps führen den Canyon ungefähr tausend Stufen wieder hoch. Wenn man nicht zu schnell hoch sprintet, kann man kurz einer der vielen Aussichtspunkten verweilen und beobachten wie Wasser über den Rand der Klippe nach unten fällt. Ich wollte eigentlich noch mal runter und wieder hochlaufen, um weniges etwas das Gefühl zu bekommen, mich körperlich ertüchtigt zu haben, Tom hatte aber Hunger und wollte endlich Fleisch bestellen.

#SC_0210

Ich habe mich seinem starken Willen gebeugt und wir sind über den Prince Henry Walk wieder zurück zum Echo Point gegangen, von dem aus wir gestartet sind. Wer sich für die persönliche Geschichte von Queen Elisabeth interessiert, wird voller Ehrfurcht die Aussichtspunkte betreten, an denen schon die Queen das Tal der Blue Mountains beobachtet hat. Der kalte Atem der Geschichte und das Wissen, das man den selben Boden teilt, auf dem die Queen erst vor 65 Jahren gestanden hat, beschert demjenigen dann eine Gänsehaut und bringt ihn an den Rand der Hyperventilation. Ich hab mir lieber ein Eis gekauft.

#SC_0023

Nachdem wir geschlagene 3 Minuten auf den Bus gewartet haben, hatten wir die Schnauze voll sind so schnell wir konnten die 2,5 Kilometer zum Stadtzentrum zurückgelaufen, wo sich jeder ein grosses Stück Fleisch mit einem Teller drauf bestellte. Dann kam aus heiterem Himmel der Zug und nach zwei Stunden waren wir wieder am Hauptbahnhof und gegen 23 Uhr dann zu Hause.

IMGP3004

Ein schöner Tag, ich hab nur leider nicht die Antwort auf die Frage gefunden, warum die Blue Mountains, Blue Mountains heissen. Tom meint es war nicht heiss genug, um die im Untergrund verborgenen Ölquellen zu entzünden. Ich vermute eher, dass sich die Berge früher einfach ständig ein hinter die Binde gekippt haben und so zurecht zu ihrem Spitznamen kamen.

IMGP3091

Fotos bei Flickr

Tags: , ,